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ÜBER VUKOVAR

Geschichte von Vukovar

Lage

Vukovar liegt im östlichen Teil der Republik Kroatien und ist der Sitz der Vukovar-Syrmien Gespanschaft. Die Stadt befindet sich an der Grenze von geschichtlichen Regionen: das östliche Slawonien und die westliche Syrmien. Die Stadt liegt an wichtigen Verkehrsrichtungen. Seit Menschengedenken entwickelte sich im Tal von Donau durch das Gebiet von Vukovar der Verkehr vom Nordwesten zum Südosten. Durch Einführung von Dampfschiffen im 19. Jahrhundert und durch die touristischen Schiffe ist Vukovar heute mit Budapest und Wien flussaufwärts und bis zu Rumänien flussabwärts verbunden. Der Hafen von Vukovar ist eine sehr wichtige Import- und Exportstation. Donau ist die Verbindung zwischen Vukovarern und Europa und der Welt gewesen und sie ist es auch geblieben.

Kurz

Das Gebiet von Vukovar ist immer eine Kreuzung der Wege und der verschiedenen Kulturen gewesen, aber es war auch ein Schauplatz der Kriege. Die Bevölkerungsdichte im Gebiet von Vukovar wird kontinuierlich seit fünf Tausend Jahren an vielen archäologischen Lokalitäten verfolgt. Für diese Gegend ist besonders die Vučedol-Kultur wichtig, die den Namen nach der Lokalität Vučedol bekommen hat, die fünf Kilometer flussabwärts an der Donau liegt. Die im Jahr 1938 entdeckte Taube von Vučedol ist ein Symbol der Stadt geworden. Und von ebenso großer Bedeutung ist der Orion von Vučedol, der als einer der ältesten Kalender Europas gilt.

 

In der Gegend von Vukovar befinden sich zahlreiche archäologische Lokalitäten aus der Bronzezeit, der älteren und jüngeren Eisenzeit, die vom Leben der Illyrer und der Kelten zeugen. Die Römer sind in den Eroberungszügen in den letzten Jahrzehnten vor Christus an die Donau hervorgebrochen. Sie haben zahlreiche Festungen gebaut, die als Grenzen (Limes) zu den barbarischen Stämmen dienten. Die römische Zivilisation hat in diesen Gebieten die Wirtschaftsförderung sehr beeinflusst: Die Moore wurden ausgetrocknet und die ersten Weingärten wurden angebaut. Nach dem Untergang des Römischen Reiches führten die große Völkerwanderung und die awarisch-slawische Expansion seit dem sechsten Jahrhundert zu großen Veränderungen. Die Gegend zwischen den zwei Flüssen, der Donau und der Save, ist ein Schauplatz für große Konflikte und Interessen der zu dieser Zeit mächtigen Länder geworden. Zu dieser Zeit siedeln sich hier die Kroaten an. In den aufrecht erhaltenen Dokumenten wird Vukovar schon am Anfang des 13. Jahrhunderts unter dem Namen „Volko“, „Walk“, „Wolkow“ und am Ende unter dem kroatischen Namen „Vukovo“ erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert wird immer mehr der dem Ungarisch angepasste Name Vukovar genutzt. Zu dieser Zeit war Kroatien in staatsrechtlicher Gemeinschaft mit Ungarn. Vukovar und der Nachbarort Ilok werden in diesem Zeitraum die Hüter der kroatischen Identität im Flussgebiet zwischen Donau und Save. Im Jahr 1231 bekommt Vukovar, als einer der ersten Städte im damaligen Staat, den Status der freien Königsstadt mit der Bulle des Herzogs Koloman. In Vukovar befand sich der damalige Sitz der großen Gespanschaft von Vukovo, die sich zwischen der Donau und der Save ausbreitete.

Nach der türkischen Herrschaft (16. und 17. Jahrhundert) wird der große Teil des Gebiets von Vukovar von deutschen Grafen Eltz gekauft, die in den nächsten zwei Jahrhunderten einen großen Einfluss auf das wirtschaftliche und kulturelle Leben von Vukovar haben werden. Zu dieser Zeit siedeln sich Deutsche, Ungarer, Juden, Russinen, Slowaken und Ukrainer an. So wird dieses kroatische Gebiet multinational und Vukovar wird 1745 zum Sitz der großen Gespanschaft Syrmien. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Vukovar zum mächtigen Mittelpunkt für Textil- und Nahrungsindustrie und damit auch zu einer der meist entwickelten Städte im einstmaligen Staat Jugoslawien.

Die dominante Stilschicht vom geschichtlichen Vukovar ist sicherlich die abgerundete Barockganzheit mit zahlreichen architektonischen Denkmälern von sonderlich großem Kunst- und Ambiente-Wert.

Und dann kam das Jahr 1991. Der Anfang vom Waffenangriff auf Vukovar geschah am 2. Mai 1991 als in Borovo selo 12 kroatische Polizisten getötet wurden. Der Angriff auf Vukovar fing am 24. August 1991 an, und seitdem war die Stadt drei Monate lang unter Dauerbeschuss. Am 18. November 1991 verlor Vukovar seinen Kampf und wurde militärisch okkupiert. Die nicht serbische Bevölkerung (um die 22 Tausend Menschen) wurde aus der Stadt vertrieben, und mehr als 6 Tausend Vukovarer wurden in die zahlreichen Lager in Serbien gebracht. Viele von ihnen wurden missbraucht und einige von ihnen kamen nicht lebend raus. Die Stadt wurde 1991 vernichtet. Die Herangehensweise an die Renovierung ging davon aus, dass man der Stadt die markanten Punkte – die alten Straßen und die Plätze -, zurückgeben soll, die der Stadt an der Donau seinen erkennbaren westeuropäischen und barocken Zauber geben werden. Im Jahr 1997 fing der Prozess der friedlichen Reintegration an. Die Stadtverwaltung hat alle Bedingungen für die Rückkehr der Institutionen und der Flüchtlinge geschaffen, und seitdem bekommt Vukovar mit jedem Tag ein Stück seiner damaligen Identität zurück. Vukovar ist ein Symbol für Wiederstand, Unschlagbarkeit und Durchsetzung. Zugleich ist Vukovar ein Symbol für Frieden, dem die Tapferkeit, Aufopferung und Größe seiner Verteidiger einen erhobenen Platz bei der Erschaffung der selbständigen Republik Kroatien geben.

 

 

 

 

 

Donau und Vuka

Die Flüsse haben immer für Menschen Leben bedeutet und vor viel Zeit wurden die großen Flusstäler von Menschen besiedelt. Vukovar hat diesen Vorzug, dass er zwei Flüsse hat: Donau und Vuka. Obwohl die Donau der zweitgrößte europäische Fluss und unsere Verbindung zu Europa und Welt ist, lieben die Vukovarer deswegen die Vuka nicht weniger. Es geht um einen kleinen, launenhaften Fluss, wo die heimischen Fischer in den Sommertagen hinkommen. In den Wintertagen nutzen die Vukovarer sie zum Eislaufen.

 

Schon im 18. Jahrhundert war Vukovar ein bedeutender Flusshafen, und in den letzten Jahren bekommt er diese Bedeutung durch die Ankunft von großen touristischen Schiffen wieder. Bereits seit einigen Jahren können die Vukovarer an die Flussinsel, ihre Vukovarer Ada, an der Donau baden. Unsere Flüsse sind reich an Fisch und sind ein richtiges Paradies für Fischer. Die Rudertradition ist hier lang und bekannt. Kommen Sie deshalb und überzeugen Sie sich vom Reichtum unserer Flüsse.